Unser "Neues" ein Forster 637 HB
Am 1. und 2.9.14 fuhren wir zum Caravan Salon um nach einem Nachfolger für unseren Transit zu suchen. Wir haben uns bewusst 2 Tage Zeit genommen, da das Angebot in Düsseldorf riesig geworden ist. Übernachtet haben wir in unserem unausgebauten T5, sozusagen "camping back to the roots"

Bestellt haben wir nun einen Forster 637 HB, oben ein Foto vom Messefahrzeug. Ausschlaggebend war die kurze Außenlänge von knapp 6,4m, das niedrige Heckbett und die Möglichkeit den Wagen frei zu konfigurieren. Vor allem wollten wir ein Maxi-Fahrwerk und den 3L-Motor. Außerdem gönnten wir uns die Panoramadachhaube, da es uns ansonsten im Wagen zu dunkel schien. - Hoffentlich bleibt diese auch dicht. Zusätzlich bestellten wir einen Backofen. Lieferung sollte spätestens im März 15 sein.

Leider gab es keinen guten Start mit dem Auto, es kam nämlich nicht rechtzeitig. Auf unsere Anfrage Mitte März beim Händler, - unser Händler die Fa, TSL hüllt sich ja immer in Schweigen- erhielten wir Ende März ein Schreiben von Eura, es gebe Lieferverzögerungen und brauche voraussichtlich 2 Monate länger.

Wir sind sehr verärgert, ist uns das genau doch schon beim Vorgänger passiert und wir hatten bei der Bestellung offensiv den Liefertermin und dass wir Ostern mit dem Wagen Urlaub machen wollen, angesprochen. Da hieß es nur: "kein Problem, vermutlich ist der Wagen schon Ende Februar da". HAHA So etwas hatten wir 13 Jahre zuvor ja schon mal gehört...

Wir haben dann die nach dem Kaufvertrag vorgesehene Nachfrist gesetzt und knappe 10 Tage vor deren Auslaufen kam dann das Womo endlich, Anfang Juni.

Hier ein paar Fotos nach der Abholung:

 

Der Backofen, eingebaut im Kleiderschrank

Leider blieben uns aber weitere Probleme nicht erspart, bei der Jungfernfahrt gab es nasse Füße. Eine Ursachenforschung mit Demontage der Verkleidung ergab das:

Es fehlte schlicht und einfach die passende Spiral-Schlauchschelle. Unser Händler brauchte für die Lieferung dieser Schelle länger als eine Woche und war nur durch die Drohung ansonsten das Womo zu einer Werkstatt zur Reparatur zu bringen, zur Initiative zu bewegen. Seine Begründung warum das so lange dauere, war Eura habe ihm noch keine Garantiezusage erteilt. (Für einen 2 Euro Artikel, den ich noch kostenfrei für ihn montierte)

Leider war das noch nicht der letzte Mangel, wie sich erst bei einiger Benutzung herausstellte, ist der Wagen an der Hinterachse deutlich höher, als an der Vorderachse. somit ergibt sich ein deutlicher Schiefstand. Messungen ergaben ca. 12 cm steht die Hinterachse höher, als die Vorderachse. Dies empfinden wir als sehr unangenehm, so hat man nachts auf ebenem Boden immer das Gefühl aus dem Heckbett zu rollen, keine Schrank- oder Badezimmertür bleibt offen und auch beim Kochen ist das ganze sehr nervig.

Rechts seht Ihr den Messaufbau mit 2m-Wasserwage. Bezogen auf 2m ergeben sich ca. 8 cm Höhendifferenz, bezogen auf den Radstand dann insgesamt ca. 12 cm.

Fahre ich bei ebenem Boden mit der Vorderachse auf die gelben Unterlegkeile, steht das Womo immer noch nicht gerade.

Hier der Schiefstand der Küchenarbeitsplatte, in der der Herd eingebaut ist:

Das hier ist der Schiefstand des Bettes, bezogen auf seine "Tiefe" von ca. 1,5m :

Es gab die Hoffnung, dass sich das ganze bessert, wenn der Wagen beladen ist. Zu diesem Zwecke erfolgte ein Beladungstest. Hier die Ladung:

 

Dazu kamen noch das Reserverad und 350 KG Personen, die sich auf das Heckbett setzten. Insgesamt somit rund 600kg Gewicht.

Zustand des Womos leer:

und voll:

Knappe 4cm eingesunken

So, fertig geladen:

 

 

Leider hat diese Beladung auch Auswirkungen vorne:

 

Auch vorne ist der Wagen knapp 2 cm eingesunken. Also machen die 600kg in der Heckgarage nur rund 2cm Verringerung des Schiefstandes aus.
Auch wenn die Mehrheit der sich äußernden Unser im "www.wohnmobilforum.de" der Meinung war, das ganze sei kein Mangel, sondern sogar sehr vorteilhaft, stört uns das ganze doch sehr. Wir begannen also das schwierige Thema der Diskussion über dieses Problem mit unserem Händler, zunächst per E-mail. Allerdings kamen bald  Antworten entweder gar nicht oder nur nach Erinnerung. Quintessenz war, das Eura eine Messung bei Leergewicht verlangte. - Ja glauben die denn, das Problem löst sich, wenn der Wagen leer ist? Wo lastet denn das Gewicht?  Etwas Bewegung kam in die Sache erst, als ich ein Einschreiben schickte und mit einem selbständigen Beweisverfahren drohte. Dann kam das Angebot, vorne verstärkte Federbeine einzubauen, die den Wagen um ca. 6cm anheben. Damit waren wir einverstanden, auf eine Antwort dazu warten wir nun schon wieder 2 Wochen.

Der Händler hat immer eine andere Ausrede: Mal ist Messe, dann muss er die Messe nachbereiten, dann hat er Urlaub, danach muss er die nächste Messe vorbereiten etc etc. Wir sind es so leid statt als zahlende Kunden nur als Bittsteller behandelt zu werden.

Zunächst wurde besprochen, dass der Wagen and er Vorderachse andere Federbeine erhält, die diesen ca. cm anheben. Nach Rücksprache mit Goldschmitt ist dies aber nicht möglich, da der Beugewinkel der Antriebswellen zu stark verändert wird. Es müsste vor allem die Hinterachse verändert werden. Eine Blattfederlage würde ausgebaut und eine Luftfeder eingebaut. Das soll ca. 1.400 Euro kosten. Unser Händler hüllt sich weiterhin in Schweigen und reagiert auf E-mails, aber auch auf eingeschriebene Briefe nicht. Wir wollen eigentlich keine Luftfeder, da die Luftfeder m.E. früher oder später undicht wird. Der Händler reagiert auf gar nichts mehr, wir erklären daher die Kaufpreisminderung in Höher der Umbaukosten von 1.400 Euro. Wieder erfolgt keine Reaktion. Erst als ich die Fa. TSL verklage, ruft mich deren Geschäftsführer kurz vor Ablauf der ihm vom Gericht gesetzten Frist an. Er bietet an die 1.400 Euro zu bezahlen, wenn wir die Klage zurück nehmen und keine Anwaltskosten geltend machen. Zusätzlich bezahlt er die Gerichtskosten. Darauf gehen wir ein. Ob wir nun mit dem Problem und Keilen leben werden, oder ob wir tatsächlich einen Fahrwerksumbau machen lassen, ist noch nicht geklärt. Heimlich trauere ich dem Vorgänger inzwischen nach.

 

 

Eine Ära geht zu Ende...

nach 12 Jahren und 127.300km haben wir unseren Transit verkauft. Unsere Kinder haben versichert alle nie mehr mit in den Campingurlaub fahren zu wollen, da brauchen wir keinen Alkoven mehr. Wir sind nun auf der Suche nach einem Nachfolger, einem Teilintegrierten, der deutlich unter 7m bleiben soll. Mal sehen, was wir finden...

 

 

Unser ehemaliges Wohnmobil, Challenger 172 Ga / Chausson We 26 GA

 

   
Nachdem wir erfuhren, dass unsere Familie sich schlagartig um 2 weitere Familienmitglieder vergrößern würde, war klar, dass unser bisheriger VW - Bus T 2 zu klein werden würde. Wir besuchten deshalb den Düsseldorfer Caravan Salon um einen Überblick über die Alternativen zu erhalten. Dabei waren die Vorgaben:
Mind. 6 Schlafplätze, mind. 6 Esstischplätze, mind. 6 gurtgesicherte Plätze während der Fahrt und ein bezahlbarer Preis.
Die deutschen Hersteller schieden unisono am 2ten Kriterium aus. 6 Esstischplätze an denen die ganze Familie zusammen essen konnte bot keiner. Nur die Importmarken aus Italien und Frankreich konnten so etwas bieten. Wir haben uns dann für einen Challenger 172 Ga entschieden, da bei diesem Modell alle Kriterien am besten erfüllt waren und zudem noch ein Händler im 60 km Umkreis von uns existiert.
Außerdem bot dieses Modell den Vorteil, dass es wahlweise mit Fiat oder Ford Fahrgestell verfügbar war. Da wir mit unserem Ford Pkw gute Erfahrungen gemacht haben und der Ford zudem Heckantrieb hatte, fiel die Wahl auf das Ford Fahrgestell.

Der Kauf eines jungen Gebrauchten scheiterte daran, dass dieses Modell erst ab 2001 über 6 gurtgesicherte Sitzplätze verfügt, davor waren es nur 4, und da haben wir unsere Kinder dann doch zu lieb für...

Ein weiterer Vorteil war, dass es schon über einen Aufbau aus GFK verfügt, was bei Unfallreparaturen einfacher und damit billiger ist und zudem die Hagelschadenproblematik entfallen lässt.
Bisher sind wir mit unserer Wahl recht zufrieden, folgende Mängel sind bislang aufgetreten:

Reparaturkosten je gefahrenem Kilometer: ca. 6 Cent.

Verkauf des Wagens, 15.07.2014, 127.300 km